System-Ungewissheit als Grundproblem in der Transition

Die Transition (von lateinisch transire „hinübergehen“) bezeichnet in der Unternehmensführung einen gezielten und geplanten Vorgang, bei dem ein Unternehmen, das in Schieflage geraten oder optimierungsbedürftig ist, in einen neueren, besseren Zustand geführt wird. Zu Beginn dieses Prozesses ist es entscheidend, zu wissen, in welchem Komplexitätssystem sich das Unternehmen oder bestimmte Teile davon bewegen. Bei dieser Bewertung begehen Verantwortliche oft die größten Fehler, denn sie tendieren zu einem „Ingenieursansatz“: Sie betrachten komplexe Systeme als vorhersagbare Mechanismen, die sich mit bekannten Best-Practice-Modellen lösen lassen.

Ungewissheit in Transitions

Wenn allerdings der Kontext und die Rahmenbedingungen völlig andere sind als im Best-Practice-Fall, so sind die Resultate auch nicht dieselben. Wer nicht weiß, wo er steht, kann auch nicht wissen, wo er anfangen soll. Diese sogenannte „System-Ungewissheit“ kommt in drei Fragestellungen zum Ausdruck:

 

  1. Ist die zu lösende Aufgabe wirklich so verzwickt oder liegt eine Scheinkomplexität vor?
  2. Können wir jenes Projekt nicht einfach mit einem bekannten Lösungsweg älterer Projekte lösen? Oder nehmen wir das auf die zu leichte Schulter und brauchen hier eine ganz neue Herangehensweise?
  3. Ist in diesem Fall ein Trial-and-Error der richtige Lösungsweg, eine genaue Voranalyse oder einfach nur gesunder Menschenverstand?

 

Das Lösungsmodell in der System-Ungewissheit trägt den Namen CYNEFIN. Erfahren Sie im nächsten Artikel mehr zu diesem Thema.

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